Verfasst von: Man!ac | 11-09-11

Same procedure…

…as every year. Oder so ähnlich könnte man das diesjährige Schanzenfest zusammenfassen. Wie schon im letzten Jahr, dem davor und vermutlich vielen weiteren endete auch die diesjährige Auflage des Straßenfestes im Hamburger Schanzenviertel mit einem Polizeieinsatz vor der Roten Flora. Bereits am Mittag hatte rund herum ein großer Straßenflohmarkt, der längst nicht nur von der alternativen Szene angenommen wurde friedlich begonnen. Die Polizei duldete die unangemeldete Veranstaltung erneut zähneknirschend und hielt sich im Hintergrund. Mehrere Tausend Menschen säumten bis in den Abend die „Piazza“ und füllten mal wieder die umliegenden Cafés. Als im Anschluss an das unweit stattfindende St.Pauli-Pokalspiel weiteres Partyvolk ins Viertel strömte, dauerte es wieder mal nicht lange, bis die ersten Feuer auf der Straße entfacht wurden. Die Polizei spricht auch von Barrikaden, herumstehendes Gerümpel und Bauzäune waren jedenfalls am Rande zu sehen. Bei meinem Eintreffen waren die längst bereitstehenden Wasserwerfer jedenfalls schon mit dem gröbsten fertig und hatten den Platz eingenommen. In Polizeiberichten ist auch wieder von fliegenden Flaschen die Rede, wovon jedenfalls nichts mehr zu sehen war. Wie immer wurde der Platz danach im Beisein zahlreicher mit (Handy-)Kamera bewaffneter Krawalltouristen mit Absperrgittern abgeriegelt und umstehende vom Polizeiaufgebot unter leichtem Gerangel nach außen gedrängt, während sich die anwesenden Autonomen weitgehend in den Florapark zurückzogen. Spaß hatten jedenfalls die meisten Anwesenden, die sich nun endlich auch mal voll revolutionär fühlen konnten, auch wenn der politische Nutzen wohl mehr als fragwürdig sein dürfte. Freuen wir uns auf die nächste Auflage…

Verfasst von: Man!ac | 09-09-9

Ein kleines Highlight…


…im faden Alltag der Niedersachsenliga durften der VfB Oldenburg und seine Fans in der noch frühen Saison erleben. Mit dem VfL Osnabrück kam im NFV-Pokal nicht nur ein alter Rivale an den Marschweg, sondern auch seit langem mal wieder eine ernstzunehmende Schar Gästefans. Bereits eine Runde vorher hatten die Blauen die zwei Ligen höheren Kickers aus Emden mit 3:0 aus dem Stadion gefegt. Bevor aber die Lila-Weißen zu Besuch kamen, ging es in der Liga noch zum SV Sachsenross nach Hannover.



Während der Großteil der Oldenburger Anhängerschaft mit dem OFI-Bus fuhr, ging es für mich mit den Leuten von VfB247 im Zug in die niedersächsische Landeshauptstadt, was ziemlich
problemlos vonstatten ging. Auch die etwas versteckt gelegene, kleine Spielstätte der Sachsenrösser im Stadtnorden wurde mit der S-Bahn rechtzeitig erreicht. Im sogenannten Stadion hatte man uns bereits freudig erwartet, sogar einen eigenen Bier- und Bratwurststand bekamen die Mitgereisten zur Seite gestellt. Neben den ungefähr 200 Oldenburgern fanden leider nur wenige Zuschauer den Weg zum Spiel, etwa 350 mögen es ingesamt gewesen sein.

Der Support startete jedenfalls gut und für die wenigen leute durchaus Lautstark. Dazu tat der Spielverkauf natürlich sein übriges. Bereits zur Pause war die Sache mit einer 5:0-Führung für die Gäste gelaufen. Letztere konnten leider keine echte Fanunterstützung aufbieten. Nur ein paar türkische Jugendliche wagten sich trotz übermotivierter Ordnerbewachung (Uwe hatte mit den Rentnern auch bereits Bekanntschaft gemacht) zwischendurch in die Nähe der Oldenburger, blieben aber bei ihrem albernem Rumposen wenig beachtet – vermutlich ihr Glück, dass gewisse VfB-Anhänger „stadtfestbedingt“ nicht dabei waren. In Hälfte zwei ging es dann etwas gemächlicher weiter, sowohl auf als auch neben dem Platz. Am Ende stand dennoch ein starker 7:1-Auswärtssieg, der mit der Mannschaft noch vor Ort ein bisschen gefeiert wurde. Nach der ziemlich ermüdenden Rückreise sammelte sich der gesamte „Mob“ nochmal beim Fanprojekt, um den Abend auf dem Stadtfest gemeinsam ausklingen zu lassen. (Für den einen oder anderen wurde es allerdings auch noch eine etwas längere Nacht…) Nur knapp entging übrigens die überaus nervige Werder-Werbebühne einem mehr als gerechtfertigten Champignonanschlag. Die Situation wurde danach allerdings profimäßig selbst deeskaliert. :)

Einige weitere Pics zum Auswärtskick:








Videos:

Bereits die Vorfreude auf die Pokalbegegnung mit dem alten Rivalen aus Osnabrück hatte die Odlenburger Fanszene wieder zu neuem Größenwahn getrieben. So sollte beim Spiel die mit über 36 Metern Länge wohl größte Zaunfahne der Vereinsgeschichte präsentiert werden. Dazu wurden noch zahlreiche Spruchbänder vorbereitet. Allein der Zuschauerzuspruch am Spieltag konnte den Ansprüchen schließlich nicht genügen, zum ungünstigen Dienstagabend-Termin kamen um die 1.800 Zuschauer, davon etwa 400 Gästefans. Letztere waren zum Spielbeginn allerdings noch unvollzählig, so dass es zum Einlaufen der Teams nichts Besonderes zu sehen gab. Die Heimseite zeigte dagegen hinter der neuen Zaunfahne ein über den gesamten Block verteiltes Fahnen-Intro inklusive der üblichen Doppelhalter und Schwenker. Supportmäßig blieb Oldenburg in der ersten Hälfte weitgehend tonangebend, während auch das Team auf dem Platz gegen die zwei Klassen höheren Gäste gut mithielt. Der Gästeblock formierte sich erst während des Spiels, wo jetzt auch die „Ultras Osnabrück“-Fahne präsentiert wurde. Beinahe mit dem Pausenpfiff kam es dann zur vielleicht spielentscheidenden Situation: Nach einem dummen Abwehrfehler kam Osnabrück zur überraschenden – und aus Oldenburger Sicht völlig unnötigen Führung.

Damit war quasi auch der Startschuss für den Gästeanhang gefallen. Zum Anpfiff der zweiten Hälfte gab es eine schöne Blockfahnen-Choreo der Violet Crew zu sehen, die dazu noch mit einer Portion Rauch garniert wurde. Damit war leider nur noch wenig vom Oldenburger Spruchband auf der Gegengerade zu sehen, wo neben einem Statement gegen Zweitvertretungen und die misslungen Ligenreform n
och ein kleiner Gruß an die Jade zu lesen war: „Wilhelmshaven raus aus Liga 3″ im Stil der entsprechenden Osna-Transpis. Der Support hielt sich danach ziemlich die Waage, wobei die Gäste nun zwar durchgängig sangen, aber nie besonders lautstark wurden. Nach einer kleinen Ruhephase wachte dann die gesamte Gegengerade noch einmal auf, als das Spiel bereits mit dem zweiten und dritten Osnabrücker Treffer entschieden wurde. Bis zum Spielschluss kamen nach und nach immer neue Fahnen in die Luft, bis letztlich der gesamte Block beim Support mitzog – ein Dank an die Mannschaft für ihren unermüdlichen Einsatz.

Versöhnlich wurde es nach Spielschluss auch mit dem Gästeanhang. Dieser reagierte mit Wechselgesängen auf einige weitere zwischenzeitlich gezeigte Anti-Amateur-Transparente. Bereits auf einer früheren Fandemo hatten beide Fanszenen gemeinsam für die Zukunft der Traditionsvereine gekämpft. Ein positives Beispiel für Solidarität trotz aller Rivalität…

Videos:


Verfasst von: Man!ac | 28-06-28

Während gestern…


…in der Hamburger Bürgerschaft die feinen Herren das neue Studiengebührengesetz verabschiedeten, regte sich auf der Straße noch einmal Widerstand. Immerhin zwischen 3.000 und 5.000 Leute waren zur gemeinsamen Nord-Demo gekommen, die von den Aktiven mehrerer norddeutscher Unis organisiert worden war. Dabei waren außerdem auch Mitglieder von Ver.di und der GEW, die sich solidarisierten. Gleichzeitig lief in Wiesbaden das süddeutsche Pendant mit etwa 6.000 Demonstranten.

Begleitet wurde die Hamburger Demo wie gewohnt von Unmengen grün- und schwarzbehelmten, gut gepanzerten Polizisten: Vermutlich über 1.000 Mann und Frau hatte der Recht-Senat mal wieder zusammengetrommelt, um seine Macht zu demonstrieren. Nicht nur, dass es fast während der gesamten Strecke ein enges Spalier gab – sogar noch weit um die geplante Route waren gut gerüstete Turtles positioniert, Straßen gesperrt, grüne Wannen üebrall. Vor dem Rathausamarkt dazu mehrere Reihen rot-weiße Sicherheitszäune, behelmte BFE-Einheiten, mehrere Wasserwerfer – Business as usual in Hamburg eben…

Der Zug startete recht lautstark und kompakt, was nach zuletzt langweiligen Latschdemos positiv überraschte. Vor allem aber die Cops schienen in Hochform zu sein. Schon vor der Lombardsbrücke griffen plötzlich einige von ihnen völlig grundlos auf die bis dahin wirklich völlig friedliche Demo über: Als Team Green dabei versuchte, jemanden aus der Menge ziehen, wurden sie aber ziemlich handfest wieder zurückgedrängt. Knüppel wurden eingesetzt, mindestens ein Student wurde am Kopf verletzt.

Die restliche Demo blieb dann aber ohne Zwischenfälle. Leider ebbte auch die Stimmung bis zum Rathaus ab. Dort gab es vor dem „Befestigungwall“ ein paar Redebeiträge vom viel zu leisen Lautsprecherwagen, bevor es dann mit langsam wieder zunehmenden Schwung am stark bewachten Alsterhaus vorbei zurück zur Uni ging.

Letztlich konnte das Gesetz natürlich nicht verhindert werden. Aber immerhin zeigte der Tag nochmal: Der Widerstand ist nicht tot. Der Kampf geht weiter. Ob vielleicht nochmal ein echter „Summer of Resistance“ daraus werden kann, steht aber in den Sternen. Noch vor Monaten war Hamburg Protesthochburg. Inzwischen müssen wir neidisch nach Hessen schauen.

Verfasst von: Man!ac | 23-06-23

Die Erfahrung…


…mal ein echtes WM-Spiel mitzuerleben, macht man nicht oft. Um so gespannter durften wir gestern in Hamburg auf die Partie zwischen Tschechien und Italien sein. Noch dazu ging es im letzten Gruppenspiel für beide Teams noch um alles. Letztlich konnten die Erwartungen nicht ganz erfüllt werden, weil besonders die Tschechen eine Enttäuschung blieben…


Schon mittags war die Hamburger City ganz in tschechischer Hand. Die zahlreichen angereisten Fans sorgten rund um den Rathausmarkt für gute Stimmung und zeigten sich äußerst trinkfreudig. Italiener waren nur wenige zu sehen, dafür übernahmen diese bereits auf den Straßen die Kontrolle. Mit der S-Bahn ging es dann nach Stellingen, wo man die umgebauten Bahnstation mit neuem Getränkeshop bestaunen konnte. Auch die Busstationen, von denen aus der Shuttle zum Stadion fuhr, präsentierten sich in neuem Glanz.

Auch am Stadion ging es flott voran. Allein die peniblen Kontrollen brauchten eine Weile. Die anschließende automatische Ticketkontrolle per Chip klappte problemlos. In der Arena gehörte den Tschechen eine Hälfte der Südtribüne, die sie einheitlich mit Landesfahnen geschmückt hatten. Die Italiener konzentrierten sich auf die gegenüberliegende Nordkurve, wo aber auch zahlreiche tschechische Grüppchen für Stimmung sorgten. Dazwischen waren neben zahlreichen neutralen Zuschauern wohl aber die Italiener in der Überzahl. Letztere zeigten einige selbstgemalte Spruchbänder und auch wenige Vereinsbanner. Akustisch behielt die tschechische Seite lange die Oberhand, wie auch ihre Mannschaft auf dem Platz. Der Support kam zunächst konstant und bisweilen auch ziemlich laut, während die Italiener nur selten zu hören waren. Das änderte sich mit dem überraschende Führungstreffer der Italiener. Jetzt kamen auch die Tifosi gesanglich ganz gut in Fahrt, was leider bald wieder abflaute. Beim Torjubel gab es auch einen Bengalo im Block zu sehen. Der „Verursacher“ wurde allerdings von herbei stürmenden Ordnern ebenso schnell einkassiert, wie zwei tschechische Fans, die vom Spielfeldrand mit Tröten und Bierbechern geworfen hatten. Bis zur Halbzeit waren die tschechischen Anhänger weiterhin bestimmend. Insgesamt wirkte der Support aber eher hölzern, nur selten gab es mal ein paar Hüpfeinlagen – die mit dem gesamten Block dann aber sehr gut anzusehen waren. Nach der gelb-roten Karte für Plasil kurz vor der Pause war es damit dann beinahe vorbei. In Hälfte zwei kam nur noch ganz wenig. Die Italiener wurden mit zunehmender Spieldauer sangesfreudiger und überzeugten als lebhaftere Hälfte im Stadion – insgesamt aber viel zu selten wirklich laut und damit dennoch recht enttäuschend.

Auch das Spiel hatte mit den zahlreichen Stars auf dem Platz mehr versprochen. Nach der Dezimierung der Tschechen taten die Italiener aber nur noch wenig und spielten ihren Vorsprung nüchtern runter. Die Tschechen dagegen blieben nicht nur spielerisch zu schwach sondern vor allem zu ängstlich. Selbst als es kaum noch etwas zu verlieren gab, war der absolute Wille kaum zu erkennen. Meistens blieb Baros als einzige Spitze auf velorenem Posten. Immerhin gab es mit Inzaghis Kontertor zum 2:0-Endstand noch eine schöne Aktion zu sehen. So wurde die Rückfahrt auch eher eine ruhige Angelegenheit. Während die große Zahl der Tschechen enttäuscht zur Bahn trottete, feierten die Italiener nur noch kurz aus ihren Autos auf der Straße.

Weitere Eindrücke vom Spiel:









Videos:

Verfasst von: Man!ac | 21-06-21

Seit zwei Wochen…


…läuft nun die Weltmeisterschaft im eigenen Lande. Die ersten Achtelfinalpaarungen stehen inzwischen fest. Und tatsächlich, die Klinsi-Elf ist noch immer dabei! Grund genug für unser Land, sich in einen kollektiven „Schlaaaand“-Rausch zu begeben. Schwarz-Rot-Gold beherrschen das Bild,
wohin man auch schauen mag. Und trotz aller Abneigung gegen Nationalismus und Deutschtümelei – zugegeben: Der neu aufschäumende Fußballpatriotismus macht durchaus Spaß! Abgesehen natürlich von den zahlreichen komplett besoffenen Totalproleten und gelegentlich auftauchendem schwarz-weiß-rotem Fascho-Gesocks jedenfalls. Man kann natürlich von diesem Fußball-Karneval halten was man will – echte Fankultur ist sicherlich etwas anderes. Aber auch die plötzliche Begeisterung vieler, die vermutlich noch nie ein Stadion von innen gesehen haben, trägt eben ihren Teil zu diesem schönen Ausnahmezustand bei.

Vor allem aber wird die WM-Stadt Hamburg (wie vermutlich alle anderen auch) immer mehr zum Zentrum internationaler Begegnung. Das kitschige Bild von der Völkerverständigung über den Sport wird hier momentan Realität. Ob vor der Großbildleinwand, in der Kneipe oder auf der Straße – bunte Verbrüderungsszenen ohne Ende. Nach dem zweiten Spiel in Hamburg kam ich mir in der S-Bahn aus Stellingen beinahe vor wie im Coca-Cola-Werbespot, als einige Ecuadorianer, Costa Ricaner und Deutsche mitten im Waggon in bierseliger Runde Fußball spielten. Wenige Tage später feierten wiederum Ukrainer vor meiner Haustür ohren Kantersieg gegen die Saudis, deren Fans noch gestern den Kiez säumten…

Es bliebt natürlich zu hoffen, dass diese Stimmung auch nach dem Ausscheiden der deutschen Mannschaft nicht abflacht. Ob ich auch nach dieser Weltmeisterschaft noch mit St. Ellinger Prolls gemeinsam auf ein Tor anstoße, ist ebenfalls schwer zu bezweifeln. Aber gerade deshalb macht diese Fußball-Loveparade wohl so einen Spaß…

Ein paar Eindrücke von der WM in Hamburg:









Videos:

Verfasst von: Man!ac | 11-06-11

Die Spiele…

…haben begonnen! Endlich. Nach so viel Trubel um jede Kleinigkeit, musste man ja beinahe damit rechnen, dass der eigentliche Kick im medialen Durcheinander zur Nebensache gerät. Aber dem ist zum Glück nicht so. Nach einem großartigen Auftaktspiel der deutschen Mannschaft am Freitag sorgten gestern mehr als 40.000 argentinische Fans dafür, dass der Trubel in Hamburg anhält!
Für mich ging die Party am Freitagabend um 17 Uhr los. Das „FIFA Fan Fest“ auf dem Heiligengeistfeld sollte zum Eröffnungsspiel getestet werden! Und schon bei der Ankunft musste ich feststellen, dass sich das so einige vorgenommen hatten. Letztlich strömten über 50.000 Fans vor die von Tribünen gesäumte Großbildleinwand. Und nach der strapaziösen Eingangskontrolle – immerhin musste in kürzester Zeit noch der Biervorrat mehrerer Leute geleert werden – und einer kleinen Fußverletzung waren wir dann auch endlich drin im Getümmel, um sogleich den wudnerbaren Führungstreffer für Deutschland zu bestaunen. Zumindest ab und zu konnte man nämlich sogar mal was sehen, was auf engstem Raum durchaus auch größeren Menschen schwer fiel.

Erschöpft und durstig zogen wir deshalb in der Halbzeit erstmal an der Esso-Tanke vorbei über den Kiez, um uns danach von Straßencafè zu Fernsehkneipe irgendwie Richtung Fischmarkt zu begeben. Und weil wirklich jeder kleine Dönerladen inzwischen seinen Plasmafernseher an der Wand hat, gelang es tatsächlich, kaum etwas vom Spiel zu verpassen. Positiv überraschen konnte danach die Übertragung in der Fischauktionshalle. Dort war zwar alles mit seltsamen blauen Fahnen geschmückt, dafür konnte man aber mit dem mitgebrachten Bierchen in der Hand in angenehmer Runde das Spiel verfolgen – und trotzdem ordentlich feiern!

Zum Abschluss des gelungenen ersten WM-Abends ging es dann nochmal an den Elbstrand, um in lustiger Runde mit unseren seltsamen Kinder-Metallern die Abendsonne zu genießen…. Und auch das erste Spiel in Hamburg ließ stimmungsmäßig kaum Wünsche offen. Schon seit Tagen wimmelte es in der Hansestadt nur so von Argentiniern, die mit Stadtkarten bewaffnet durch die S-Bahnen irrten. Und am Dienstag waren dann auch zahlreiche Ivorer (ich hab mir sagen lassen, die nennt man so) mit Fahnen und bunten „Trachten“ im ganzen Stadtgebiet zu bewundern. Ganz zu schweigen von den vielen tausend Schweden, die offenbar einfach zum Mitfeiern rübergekommen sind – großartig!


Nach dem argentinischen Sieg wurde dann auch die Kreuzung an unserer Straße stundenlang zur Partymeile für die zurückkommenden Argentinier, die von unseren Nachbarn gleich mit Leuchtraketen begrüßt wurden. Sogar ein gewisser Herr Diego Armando M. soll mit seiner Limousine vorbeigekommen sein – leider war ich da schon unter der Dusche…

Man kann nur hoffen, dass Euphorie und Sommerwetter noch ein bisschen anhalten – dann bleibt die Weltmeisterschaft eine echte Party!

Verfasst von: Man!ac | 08-06-8

So langsam…


…macht es sich sogar bei einem FIFA-Hasser wie mir in den letzten Tagen merkbar: das viel herbeigeredete WM-Fieber. Denn irgendwie ist es schon – trotz Coca-Cola und MacDonalds-Müll – etwas besonderes, in einer Stadt zu leben, auf die in den nächsten Wochen die ganze Fußballwelt schauen wird. Und wer sich mal zurückerinnert, dem wird auffallen, wie stark sich Hamburg in den letzten Jahren auf dieses eine Event vorbereitet hat: Kaum ein Bauprojekt, ohne den Hinweis auf die kommende Fußball-WM. Teilweise glich die Stadt einer einzigen Großbaustelle. Vieles ist jetzt endlich fertig, manches auch noch immer im Bau. Auf jeden Fall scheint sich ein jeder irgendwie fein gemacht zu haben, um sich perfekt zu präsentieren wenn „die Welt“ mal zu Besuch ist. Von kleinen Länderfähnchen in Fenstern und Autos bis hin zu den „Blue Goals“ über den Dächern der Stadt…

Die nächsten Tage und Wochen werde ich deshalb mit der Kamera im Gepäck versuchen, ein bisschen vom WM-Flair einzufangen, wo es sich denn blicken lässt.

Verfasst von: Man!ac | 30-05-30

Der Traum…


…ist aus. Der VfB Oldenburg hat den Aufstieg in die Oberliga um Haaresbreite verpasst. Am Ende entschied nur das Torverhältnis im Rennen um die Meisterschaft in der Niedersachsenliga. Bitterer konnte es kaum kommen. Und allen geflossenen Tränen zum Trotz, hat die Mannschaft in der Rückrunde Großartiges geleistet. 13 Punkte Rückstand konnte die Zinnbauer-Elf in der Rückrunde aufholen! Dass es überhaupt noch einmal so spannend werden könnte, hatten nur die wenigsten geglaubt…


Ein kleiner Rückblick auf ein langes, ereignisreiches Fußballwochenende:

Die Vorentscheidung sollte bereits am Himmelfahrtsdonnerstag fallen. Mit drei Punkten Vorsprung reiste der VfB zum direkten Verfolger nach Ramlingen. Der kleine Club aus der Nähe Hannovers hatte noch in der Winterpause die Tabelle souverän angeführt, suchte jetzt seine letzte Chance im Duell mit den Oldenburgern. Und die kamen nicht allein: Zwei Busse der OFI, dazu mindestens fünf gesponsorte Sonderbusse, einige Bahnreisende und unzählige Privat-Pkws – das Kaff erlebte eine blau-weiße Invasion: Über 1.500 Fans begleiteten die Mannschaft. Die kleine Sportanlage platzte mit 2.150 Zuschauern aus allen Nähten! Neben zahlreichen Freunden aus Göttingen und den Hannoveraner Arminen waren auch diverse „alte Bekannte“ der Kategorie „erlebnisorientiert“ gekommen – eine brisante Mischung, wie sich zeigen sollte…

Die geplante Choreo der Oldenburger musste aus organisatorischen Gründen ausfallen, so dass zum Spielbeginn neben Doppelhaltern und Schwenkfahnen nur zahlreiche blau-weiße Luftballons aufgeboten wurden. Dafür ging der Support danach gut los: Das „Waldstadion“ war akustisch in VfB-Hand. Von den wenigen Ramlinger Anhängern, die sich weitgehend in ihrer Holzhütte verschanzt hielten, waren nur vereinzelte „RSE“-Rufe und einige armselige Schmähungen zu vernehmen.

Auch spielerisch nahmen die Gäste das Heft sofort in die Hand. Mehrmals konnte der RSE-Keeper noch im letzten Moment Oldenburger Torchancen vereiteln. Bis zur Halbzeit hatten die sogenannten Hausherren keine einzige Möglichkeit und fielen höchstens durch zahlreiche Provokationen auf. Allein das nötige Glück fehlte dem VfB bis dahin. Der erste Treffer allerdings schien nur noch eine Frage der Zeit. Der entscheidende Knackpunkt sollte dann kurz nach Wiederanpfiff folgen: Nach einer Behandlungspause lief Malte Müller zu früh wieder auf den Platz, weil er ein Schiedsrichterzeichen missverstanden hatte – gelb-rot die Folge! Der Gästeanhang kochte bereits jetzt. Nur wenig später dann das Unmögliche: Mit seiner allerersten Schussmöglichkeit ging der SV Ramlingen/Ehlershausen in Führung. Oldenburg blieb auch mit zehn Spielern überlegen, drängte immer weiter auf das gegnerische Tor. Das sorgte in der Hintermannschaft für Unsicherheit – die Folge: Elfmeter nach Foul von Frye. Doch VfB-Keeper Eilenberger hielt nicht nur den Ball sondern auch die Hoffnung beim Anhang am Leben. Es folgte ein Sturmlauf auf das RSE-Tor, der jetzt nur noch durch Zeitspiel und Provokationen auffiel: Vor allem der 18-jährige Kattenhorn legte sich gleich mehrmals mit den aufgebrachten Gästefans an – Bierbecher flogen, die Polizei musste an einigen Stellen das Spielfeld abschirmen. Noch in den letzten Minuten vergab dann der VfB mehrfach beste Ausgleichsmöglichkeiten. Alle Bemühungen blieben letztlich erfolglos.

Damit war die dritte Halbzeit eröffnet. Viele Oldenburger liefen jetzt auf den Platz. Während viele sich um ihr am Boden zerstörtes Team kümmerten, gingen einige auf Schiedrichter und Provokateur Kattenhorn los. Die anwesende Polizeihundertschaft schritt allerdings recht besonnen ein, so dass es nur zu wenigen Scharmützeln mit den anwesenden Hools kam. Vielerorts flossen derweil tränen – eins war jetzt klar: Aus eigener Kraft konnte der Aufstieg nichts mehr werden, da die Ramlinger im letzten Spiel das deutlich bessere Torverhältnis hatten.


Der letzte Spieltag am Samstag:


Die tatsächliche Entscheidung war aber auf den Samstag verschoben: Der VfB musste noch einmal in Lingen ran, die beiden punktgleichen Konkurrenten RSE und Havelse spielten gleichzeitig zuhause. Mit zwei OFI-Bussen ging es diesmal ins Emsland, mehr als 500 Oldenburger unterstützten den VfB beim Tabellenvierten. Und die konnten sich unter dem Tribünendach des Emslandstadions prima einrichten, da ohnehin kaum Fans des Gastgebers gesichtet wurden. Die Akustik war bombig, der Support ebenfalls – beste Voraussetzungen für das mögliche Fußballwunder. Dieses rückte aber schon schnell in weite Ferne.

Was sich auf dem Platz abspielte, war in der ersten Hälfte zum Abgewöhnen: Völlig verunsichert fingen sich die blau-weißen schon nach kurzer Zeit einen 0:3-Rückstand. Nach vorne lief dagegen gar nichts. Da half auch der 0:0-Zwischenstand aus Ramlingen nicht als Aufheiterung.
Mit dem Mute der Verzweiflung ging es sangeskräftig in die zweite Halbzeit. Und die Mannschaft zeigte tatsächlich noch einmal Charakter: Innerhalb von nur zehn Minuten sorgten Thölking (53.), Koc (5
7. und 63.) und Salomo (60.) für eine unglaubliche Wendung: Der VfB-Anhang tobte jetzt,
alles schien wieder möglich. Die schlechte Kunde über das Handy sorgte jedoch für Ernüchterung. 2:0 für Ramlingen, die Sache war trotz aller Mühen gelaufen. Dass die Saison dennoch ein angemessenes Ende fand, erarbeiteten sich Mannschaft und Fans mit einer Klasseleistung zur zweiten Hälfte selbst. Nach Spielende ging es zur gemeinsamen Feier nochmal in den „Schwan“, wo bei dem einem oder anderen Bier schonmal abgemacht wurde: Nächstes Jahr räumen wir die Liga auf! Auch wenn es letztlich nicht gereicht hat: In dieser Saison ist nicht nur eine tolle Mannschaft, sondern auch eine starke VfB-Gemeinschaft zusammengewachsen….

Einige Videos zum Saisonfinale:

Ramlingen:

Lingen:

Verfasst von: Man!ac | 21-05-21

Derbyzeit…

…in Oldenburg, hieß es an diesem Freitagabend. Und das forderte nicht nur der Mannschaft des VfB im Titelrennen einen Kraftakt sondergleichen ab. Auch die Fans, die bei strömendem Regen ihre Elf gegen den verhassten Lokalrivalen unterstützten, mussten sprichwörtlich Großes leisten. Nach über zwei Stunden Energieleistung stand dann vor allem eine Erkenntnis: Wir haben es überstanden…


Die Voraussetzungen für das Stadtduell hätten eigentlich kaum besser sein können: Während der VfB – ungeschlagen in 2006 – drei Spiele vor Schluss nach der Meisterschaft greifen konnte, waren auch die Bürgerfelder in den letzten neun Partien ohne Niederlage, und hoch motiviert gegen ihren Erzfeind. Leider aber spielte Petrus nicht ganz mit: Bemerkenswerte 3.500 Zuschauer kamen trotz Sturmböen und peitschendem Regen ins Marschwegstadion – erneut eine Traumulisse für die fünfte Liga. Und die mussten es letztlich nicht bereuen: In einem packenden, emotionsgeladenen Derby trennten sich beide Mannschaften 2:2.

Für das letzte Heimspiel der Saison hatten sich die VfB-Anhänger besondere Mühe gegeben: Zum Spielbeginn gab es die vermutlich größte Choreographie zu bestaunen, die das Marschwegstadion bisher erleben durfte. Über 40 Meter blaue Plane verhüllten große Teile der Gegengerade. Vor einem brennenden VfB-Wappen machte der Schriftug noch einmal deutlich, wer die Nummer eins in Oldenburg ist: „NUR DER VFB.“ Die beiden oberen Ecken der Plane zierten zudem Doppelhalter und Schwenkfahnen. Von Seiten der Grünen war wie zu erwarten nichts zu sehen. Es ist allerdings überliefert, dass zwischen einigen pöbelnden Rentnern eine Fanclub-Fahne gesichtet wurde. Darauf zu lesen war übrigens „1. Handball Bundeliga“. So viel dazu… Auch akustisch gaben die Blauen natürlich den Ton an. Der Support begann bei noch halbwegs trockenem Wetter gut und wurde erst nach der überraschenden Führung für Bürgerfelde etwas gedämpfter. Bis dahin hatte der VfB das Spiel klar dominiert, allerdings mehrfach gute Torchancen vergeben. In der 36. Minute machte ausgerechnet Ex-VfBer Ferulli es besser und zirkelte den Ball unhaltbar in die rechte, obere Ecke. Die Hausherren brauchten eine Weile, um sich von diesem Schock zu erholen, so ging es zunächst mit dem 0:1 in die Pause.

Nach dem Wechsel machte die Zinnbauer-Elf wie erwartet wieder Druck. Und diesmal wurde er dafür auch belohnt: Mehmet Koc (56.) überwand den starken Gästekeeper Wegmann per Flugkopfball zum umjubelten Ausgleich. Die Freude beim blau-weißen Anhang währte allerdings nur bis zur 72. Minute: Nach einem Freistoß kam Schnabel vor dem unglücklichen VfB-Keeper Eilenberger an den Ball und traf aus kurzer Distanz zur erneuten Führung der Grünen. Die Reaktion waren nun immer wütendere Angriffe des VfB, der allerdings trotz durchgehenden Flügelspiels immer wieder an der gut gestaffelten Gäste-Abwehr scheiterte. Im Fanblock der Gastgeber näherte sich nicht nur die Spannung jetzt dem Siedepunkt. Trotz immer heftigerer Regenböen wurde der Support immer besser. Erst als sich schon mancher mit der vielleicht schmerzhaftesten denkbaren Niederlage abgefunden hatte, erlöste Paolo Rizzo seine Fans: In der Schlussminute köpfte der Publikumsliebling den Ball in die Maschen. Das Stadion tobte – und auf dem Platz flogen die Fetzen: Noch in der Nachspielzeit vergab der VfB die große Chance zum Siegtreffer. Wenig später kam es nach einem Foul von Eckel zur Rudelbildung – die Folge: rot für ihn und Gegenspieler Schicke.

Dann war Schluss. Und nur wenige wussten, was sie vom Ergebnis halten sollten. Letztlich konnte der VfB seine Überlegenheit nicht zum Sieg nutzen. Durchnässt und entkräftet waren die meisten dennoch heilfroh über die abgewendete Niederlage gegen die „Handballer“. Immerhin konnten die Verfolger am Wochenende die Chance nicht nutzen, beide patzten gegen vermeintlich schwache Gegner. Jetzt steht am Donnerstag das wohl vorentscheidende Endspiel beim Tabellenzweiten Ramlingen an. Zum „Himmelfahrtskommando“ werden über 500 Oldenburger auf dem Sportplatz nahe Hannover erwartet…

Come on, VfB!

Hier einige Videos:

Verfasst von: Man!ac | 15-05-15

Wie in guten, alten Zeiten…

…fühlte sich mancher, der das Niedersachsenligaspiel zwischen dem VfB Oldenburg gegen den VfL Bückeburg besuchte. Zumindest die Kulisse von 6.500 Zuschauern weckte nicht mehr gekannte Zweitliga-Erinnerungen auf. Möglich gemacht hatte das eine Sponsoren-Aktion: Für drei Euro Eintritt gab es nicht nur den Spitzenreiter zu sehen, sondern auch noch Bier und Wurst für lau. Und letztlich durften die Muttertagsbesucher dann sogar den erwarteten Sieg bejubeln. Das 2:1 gegen den „Angstgegner“ wurde allerdings mehr als mühsam erarbeitet…

Nachdem das erste Tamtam mit Fallschirmspringern und Auto-Werbung überstanden war, durften zumindest diejenigen Besucher der Haupttribüne, die nicht gerade an einer Dauerschlange zur Wurstbude standen, ein schickes Fahnen- und Doppelhalter-Intro auf der Gegengerade bestaunen. Letzteres kam durch den gut gefüllten Block deutlich besser rüber als sonst. Davon abgesehen allerdings blieb der Support natürlich in keinem Verhältnis zur Zuschauerzahl. Während sich die vollbepackte Sitztribüne wie gewohnt auf gelegentliches Klatschen beschränkte, musste der harte Kern in der „Area97″ weite Strecken alleine supporten. Erst nach dem Führungstreffer wurde die Stimmung auch drumherum etwas ausgelassener.

Dafür darf sich die VfB-Gemeinde bei Söhren Grudzinski bedanken, der in der 19. Minute einen Freistoß wunderbar ins Netz zirkelte. Damit wurde das Spiel zwar kaum besser, immerhin aber weitaus entspannter für Fans und Verantwortliche. Ein gewisses Zittern blieb aber nötig, denn die Zinnbauer-Elf schaffte es kaum, den Gegner unter Kontrolle zu bekommen. Die Bückeburger rannten und kämpften weiter, die Gastgeber dagegen wackelten teilweise bedenklich in der Defensive. Bis zur Halbzeitpause blieb das jedoch folgenlos, die Gäste zeigten sich höflich und lehnten manche Einladung der Oldenburger Abwehr dankend ab.

Hälfte zwei brachte nicht die erhoffte Wende zum Guten, dafür aber schon einmal die frohe Kunde, dass Verfolger Havelse nur 2:2 gespielt hatte. Zumindest bis zum zweiten Oldenburger Treffer durch den eingewechselte Carol Szweda (75.) musste noch manche bange Minute ausgehalten werden. Danach war mehr oder minder endlich zu spüren, dass sich der Verein wieder Richtung Oberliga bewegt. Tamer sorgte vom Zaun aus jetzt auch auf der Gegengerade für ordentliche Lautstärke, wo sich immer mehr umstehende zum Mitsupporten überreden ließen. Daran konnte auch der späte Anschlusstreffer der Bückeburger per Elfmeter nichts mehr ändern. Letztlich blieb es beim glücklichen ersten Sieg (im vierten Anlauf) über starke Bückeburger. Der wurde dann auch noch angemessen mit der Mannschaft zusammen gefeiert. Bei der inzwischen obligatorischen Humba konnte diesmal Publikumsliebling Rizzo mit dem Megaphon überzeugen.

Volle Hütte, drei Punkte, weiter Spitzenreiter, dazu jetzt zwei Zähler Vorsprung auf den Zweitplatzierten – läuft doch rund! Schon am Freitag kommt jetzt der Stadtrivale ins Marschwegstadion. Mit den seit neun Spielen ungeschlagenen Bürgerfeldern wartet eine ganz wichtige Hürde zum Aufstieg. Auch dann ist wieder mit einer großen Kulisse zu rechnen, wenn auch diesmal ohne den einen oder anderen Bratwurst-Eventbesucher. Wir werden sie nicht vermissen…


Hier noch ein paar weitere Eindrücke vom Rekord-Spiel:





(Danke für die beiden vorletzten Bilder an Jost)

Und noch die dazugehörigen Videos:

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